Holzpellets News

2004-10-08 14:46:54:
Holz-Pellets: Kostengünstige Alternative zu Öl und Gas
Ense-Hünningen. (AKa) Seinen Ofen mit Holz zu heizen ist wieder "in". Auf die Annehmlichkeiten einer Öl- oder Gasheizung braucht man aber nicht zu verzichten, denn jetzt gibt es den naturwüchsigen Roh

Das dachte sich auch die Hünninger Familie Woitas, die bei einem "Tag des offenen Heizungskellers" allen Interessenten die Vorteile einer Heizung mit dem neuartigen Rohstoff erklärte.

"Holz-Pellets" heißt das neue Zauberwort, mit dem sich nahezu jede Abgasnorm einhalten lässt. Die kleinen Kugeln auf der Basis von einfachem Abfallholz werden nicht, wie bei Pressspanplatten üblich, mit einem Klebstoff, der bei der Verbrennung umweltschädliche Stoffe freisetzt, zusammengehalten.

Was hier für die Stabilität sorgt, ist ein holzeigener "Klebstoff", der durch den hohen Druck entsteht, mit dem das Holz zusammengepresst wird.

Der Wärmenutzungsgrad der Pellets liegt bei etwa 90 Prozent. Zum Vergleich: Eine Ölheizung kommt lediglich auf 50 bis 60 Prozent. Mit dem bangen Blick auf den unaufhörlich steigenden Ölpreis und die neuen Abgasnormen entschied sich Familie Woitas für das neue Heizungssystem. Im Gegensatz dazu ist der Preis für die Pellets seit langem schon konstant. Die Versorgung mit dem neuen Rohstoff ist auch auf lange Sicht hin gesichert. Kürzlich wurde in Sundern eine neue PelletsFabrik errichtet. Eine weitere gibt es zudem auch im sauerländischen Olsberg.

So wie die Familie Woitas dachten schon 50 000 andere Haushalte in NRW.

Das bei der Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid ist zudem kein direkter Feind der Ozonschicht. Der verendete Baum, der als Ausgangsmaterial genutzt wird, hat im Laufe seines Lebens so viel Kohlendioxid zu Sauerstoff umgewandelt, dass sich CO 2-Bindung und -Freisetzung die Waage halten. Das ist nicht so bei Rohstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Das CO 2, das wir heute bei der Verbrennung freisetzen, ist für Milllionen von Jahren über lange Zeit hinweg gebunden worden und wird heute in kürzester Zeit wieder in die Atmosphäre abgegeben. Bei den Pellets ist der Kreislauf geschlossen.

Der Umweltschützer freut sich noch über einen weiteren Vorteil: Der neu entwickelte Rohstoff verbrennt sauber und rückstandsfrei.

Stolz zeigt Frank Woitas eine kleine Kiste mit feinster Asche, die beim Verbrennen von 1,25 Tonnen übrig bleibt. "Die Rohre bleiben dabei sauber. Es kommt fast nur Kohlendioxid aus unserem Schornstein", sagt er.

Im ehemaligen Raum für den Öltank haben die Woitas jetzt auch noch Platz für einen Warmwasserkollektor, der in Aktion tritt, wenn sich die Heizung nicht extra für das Badewasser einschalten soll.

Ein weiterer Aspekt, der bei Familie Woitas aus Hünningen einen Grund zu Freude auslöst ist, dass mit der Heizung nicht die reichen Ölscheichs unterstützt werden, sondern die hiesigen Waldbauern."

Quelle: Westfahlenpost


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