| Holzpellets News |
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Von Sandra Kraus (Augsburger Allgemeine)
Auf großes Interesse stießen auch die sechs Vorträge: Teilweise reichten die mehr als 70 Sitzplätze nicht aus. Organisiert hat dieses 1. Energieforum die Sparkasse Günzburg-Krumbach. Und nach diesem Erfolg könnte es auch nicht das letzte gewesen sein, versprach Vorstandsvorsitzender Walter Pache. "Als Beitrag zum Klima- und Umweltschutz Energie zu sparen und gleichzeitig Geld zu sparen durch sinkende Heizungsausgaben, bei diesem Sparen hilft die Sparkasse", erklärte Pache die Idee für das Forum.
Über die staatliche Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) referiert Richard Denk von der Sparkasse: "50 000 Euro zu einem Zinssatz von 2,35 Prozent bei Altbausanierung - dafür verlangt die KfW aber auch eine spürbare Senkung des Energieverbrauchs und den Einbau von Fachfirmen." Was getan werden muss, bringt Lothar Haas von der Baufirma Abenstein Ichenhausen auf den Punkt: "Die meisten Häuser brauchen Dachdämmung, Fensterverbesserung durch Glaswechsel, Fassadendämmung und eine neue Heizungsanlage." Von der Planung bis zur Abwicklung biete die Baufirma ihre Unterstützung an.
Mit Thermografie sucht Diplom-Ingenieur Alfred Seitz von der Firma Schuster Engineering (Neuburg/Kammel) ganz gezielt nach Schwachstellen. Für rund 300 bis 500 Euro kann der Hausbesitzer sein Einfamilienhaus mittels Wärmebildkamera unter die Lupe nehmen. "Rollladenkästen, Bodenplatten der Geschosse und Tore lassen oft zuviel Wärme nach draußen", erläuterte Seitz. Einen Stand weiter hat Maurermeister Tobias Maurer mit seiner gleichnamigen Firma aus Konzenberg einen wärmedämmenden Ziegel mit dabei, der in den Stegen noch Luftporen hat. Für Altbauten empfiehlt Maurer eine Klima-Fassade: "Auf den vorhandenen Außenputz kleben wir eine sechs bis zehn Zentimeter dicke Styroporschicht, auf die dann wieder ein Fassadenputz kommt. Bei zehn Zentimeter Dämmstärke kostet der Quadratmeter Fassade rund 60 Euro."
Ebenfalls eine deutliche Heizkostenersparnis verspricht der Bubesheimer Maler- und Lackierbetrieb Neidl. "Keramikkügelchen in der Wandfarbe der Innenräume sorgen für gleichmäßige Wärmeverteilung im Winter, kühlen im Sommer und verringern das Schimmelpilzrisiko," erklärte Heinz Neidl. Die Firma Ewald Jettingen-Scheppach präsentierte mit ihrem Großhändler die Heizungsvariante mit Holzpellets. "Der frühere Ölkeller reicht fast immer als Lager aus. Ein Liter Heizöl entspricht zwei Kilogramm Pellets, aber eine Tonne Pellets kostet rund 180 Euro und verbrennt CO²-neutral," fasst Markus Westhäußer zusammen.
"Weg vom Öl," charakterisierte Hannes Rössner von der Firma Reichelt-Fachbetrieb für erneuerbare Energien in Nornheim die Tendenz der Kunden. "Wir bieten auch Wärmepumpen an, die sich der Laie als umgekehrt funktionierender Kühlschrank vorstellen kann. Mit neuer Technik kann aber auch der Wirkungsgrad einer Gasheizung von den üblichen 92 Prozent auf 108 Punkte gesteigert werden."
Eine neutrale Analyse erwartet der Kunde von den Energieberatern der Lechwerke, um den Energieverbrauch zu senken. "Die LEW stellt auch den ab 1. Januar 2008 geforderten Energiepass aus," klärte Lothar Uhl auf.
Beratung von Handwerkern und Fachleuten, dazu viel Informationen aus den Vorträgen über Sanieren mit kleinem Budget, über Energiesparen für Jedermann und Antworten auf die Frage, wann sich Energiesparmaßnahmen amortisieren sowie jede Menge Prospekte für die meist männlichen Messebesucher - das war für den einen oder anderen Hausbesitzer, Mieter oder Wohnungseigentümer der erste Schritt in Richtung Energiesparen.